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Dieser Blog behandelt meine mich prägende Heimzeit von 1957 bis 1963, in der ich vielen demütigenden Handlungen und sexuellem Missbrauch ausgesetzt war. Gleichzeitig soll die strukturelle Dimension des Missbrauchs deutlich werden, die weit über die Individualschuld der Pflegerinnen und Fürsorgemädchen hinausgeht. Verantwortlich waren leitende geistliche Personen des Frauenheims, das Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Kontrollbehörden usw.

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Holzen, Kinderheim Rübezahl, Dokumente eines Skandals, Teil 1

 Die katastrophalen Zustände in Holzen, Kinderheim (Lager) Rübezahl, wurden von der Heimaufsicht des Landesjugendamtes Niedersachsens in den 50er und 60er Jahren zugedeckt. Zu stark war die Position des Frauenheims vor Hildesheim. Zu skrupellos wurde diese Stärke von Pastor Isermeyer ausgespielt.  

 Mit über 1400 Plätzen (Stand 1959) war das Frauenheim vor Hildesheim in Himmelsthür einer der großen Träger der Jugend- und Behindertenhilfe in Niedersachsen. Unabhängig davon, dass sich die Heimaufsicht mit der Novellierung des JWG erst neu zu sortieren hatte, kann nach Aktenlage gesagt werden, dass die Heimaufsicht im Zusammenspiel zwischen dem Kreisjugendamt Holzminden und der Heimaufsicht des Landesjugendamtes in Hannover versagt hat. Sie war zumindest zu schwach, um der Arroganz und der Skrupellosigkeit eines Pastors Isermeyer adäquat begegnen zu können.  

  Die Akten zeigen auf, dass der weit größere Teil des Schriftverkehrs über die völlig unzulänglichen Zustände des Lagers Rübezahl ging, dennoch gibt es immer wieder Hinweise auf die unhaltbaren pädagogischen Bedingungen in diesem Heim. Diese waren allen Beteiligten zu der fraglichen Zeit der 50er und 60er Jahre hinreichend bekannt.

  Durch den gesamten Schriftverkehr zieht sich die völlig unfachliche und unmoralische Hinhaltetaktik Pastor Isermeyers, der als Choleriker bekannt war und auch vor Repressalien und Drohungen gegenüber dem Landesjugendamt nicht zurückschreckte. So war das Landesjugendamt auf der einen Seite bemüht, nachhaltige Impulse zur Veränderung der pädagogischen und baulichen Verhältnisse im Lager Holzen zu setzen, auf der anderen Seite zeugt indes der Schriftverkehrt ebenso davon, dass man bemüht war, den Bogen der fachlichen Mindestanforderungen nicht zu überspannen und den Herrn Pastor Isermeyer nicht zu verstimmen.

  Damit waren die Machtverhältnisse auf den Kopf gestellt. Das Landesjugendamt Niedersachsens war gegenüber der Inneren Mission ein zahnloser Löwe, was Pastor Isermeyer wusste und auszunutzen verstand.

  Die Kirche kann heute auf keinen Fall sagen, dass die Zustände im Lager Rübezahl bei Holzen nicht bekannt gewesen wären, sie wurden schlichtweg ignoriert. Alkohol, Nikotin, Hurerei und sexueller Missbrauch waren ein Sodom und Gomorrha, was vom Frauenheim vor Hildesheim billigend in Kauf genommen wurde, wenn nicht gar vorsätzlich geduldet wurde.

  Über Jahre wurde von der Heimaufsicht beklagt, dass die Kinder im Lager Holzen nur beaufsichtigt würden und bestenfalls ausreichend gesundheitlich versorgt würden. Über Jahre gab es nur eine ausgebildete Erzieherin, was einem skandalösen Verhältnis von ca. 100 Kindern zu einer sozialpädagogischen Fachkraft entsprach. Dies war selbstverständlich nicht nur der Heimaufsicht bekannt, die die Abschaffung dieser unglaublichen Verhältnisse immer wieder gegenüber dem Frauenheim gefordert hatte, sondern selbstverständlich auch dem damaligen Träger.


  Zahlen belegen die Anzahl der Fürsorgezöglinge die in den Kindergruppen aushalfen, nachdem die Poggenhagener Mädchen immer weniger in das sog. Erholungsheim zugewiesen wurden, die Mitte der 50er schon in den Baracken bei den Kindern eingesetzt worden waren. Richtiger Weise wurde von der Heimaufsicht problematisiert, was im Krankheitsfall einer Kinderpflegerin geschieht. Eine Antwort auf diese Frage hat die Heimaufsicht nicht erhalten, höchstens in sofern, als dass man in den abgelegenen Baracken keine Fachkräfte finden könnte, die bereit wären, unter derartigen Bedingungen zu arbeiten. Es waren jedoch die gleichen Bedingungen, unter denen die Kinder dort über Jahre zu leben hatten. Pastor Isermeyer hat in seiner Sturheit zu verantworten gehabt, dass die Fürsorgezöglinge mit all ihren Störungen ohne ausreichende Kontrolle zur Kindererziehung missbraucht wurden, und somit aus Opfern zeitgleich wieder Täter des Missbrauchs wurden. 

  Diese Verhältnisse führten zu den Zuständen von Holzen, in denen wir Kinder aufs grausamste immer wieder gedemütigt wurden. Die Geschichte von Holzen ist kein Einzelfall, sondern hat sich so oder ähnlich in Deutschland immer wiederholt.

  Die fachlichen Standards waren da. Das Gerede von der schwarzen Pädagogik ist ein ungeheures Ablenkungsmanöver, was nur dazu dient, von den wahren Verhältnissen abzulenken. Diese waren zutiefst undemokratisch, weil nicht ausreichend kontrolliert. Sie waren faschistoid durchsetzt, weil zu viel Macht bei zu wenigen Personen kumulierte. Diese Personen waren offensichtlich trotz Pastorentitels mit den Aufgaben der Führung hoffnungslos überfordert und zudem skrupellos. Die Innere Mission als Fachverband hat als beratende Instanz versagt. Eine interne Fachaufsicht scheint über den Vorstand nicht bestanden zu haben.

  Pastor Isermeyer wurde weder ausreichend innerkirchlich kontrolliert noch ausreichend vom Landesjugendamt. Dieses sah zwar die Verfehlungen, hatte aber seinerseits eine zu große Abhängigkeit von der Kirche, als dass es die Kontrollfunktion tatsächlich hätte ausüben können.

  Dass es sich hierbei nicht um abstrakte Bewertungen handelt, sondern diese damals wie heute bekannten Bedingungen zu Zuständen führten, an denen hunderte von jungen Menschen zerbrochen sind, ist das eigentliche Drama. Eine Geschichte von diesen vielen hunderten Geschichten ist in meinen Erinnerungen zu lesen, bei denen ich vieles noch ausgelassen habe, über was ich noch nicht berichten kann.

  Für Interessierte folgt nun ein trockener Aktenauszug aus verschiedenen Schriftwechseln. ansonsten empfehle ich weiterzulesen: 

Holzen, Kinderheim Ruebezahl, Geschichte des Heimes
oder 

Erinnerungen aus meiner Zeit in Holzen

Nun zu den unten aufgeführten Dokumenten, die im Verlaufe der nächsten Wochen noch fortgeführt werden:  

  • Linke Spalte
    Die Dokumente sind mit Ziffern versehen (rot). Ab der Ziffer 1 beginnt die Zeit nach meiner Entlassung im Herbst 1963. 
    Datumsangabe des Schriftstückes (grün)
    Absender (grün)
    an 
    Adressat (grün) 
  • rechte Spalte
    Auszüge aus den Dokumenten jeweils im exakten Wortlaut. Handschriftliche Anmerkungen werden als solche hervorgehoben. Da sie oft in Sütterlin geschrieben sind und dies noch in unleserlicher Handschrift, kann ich hier keine Garantie für die immer richtige Wiedergabe der Vermerke geben. 
  • unter bzw. über den Dokumenten 
    meine Kommentare (hellblau)

Die Akte des Landesjugendamtes beginnt am 18.04.1952 und endet am 04.02.1972 mit dem Vermerk, dass das Heim nach Harderode aufgelöst wurde. Die Aufbewahrungsfrist ist mit dem 01.01.1983 angegeben. 

Das erste Dokument ist die Aufforderung des Landesjugendamtes (im Folgenden LJA) an das Kreisjugendamt (im Folgenden KJA) Holzminden vom 18.04.1958, den Genehmigungs- und Befreiungsantrag des Trägers sowie Besichtigungsberichte vorzulegen. 

Die folgenden Aktenauszüge werden belegen, dass das KJA seinen Kontrollaufgaben nur in unzureichendem Maße nachgekommen ist und der Träger des Heimes Rübezahl bei Holzen mit Winkelzügen und Drohungen sich der Aufsicht immer wieder entzogen hat. 

Es hat bis Mitte der 60er Jahre gedauert, bis das LJA die Genehmigung wider besseren Wissens ausgesprochen hat, weil es auf die Heimplätze des Frauenheims angewiesen war.

Dokument
001 


18.04.1952 
LJA 
an  
KJA Holzminden


Das Frauenheim in Himmelsthür unterhält in Holzen ein Erholungsheim für ca. 80 Schulkinder. Wir bitten um Vorlage des Genehmigungs- und Befreiungsantrages unter Beifügung des Besichtigungsberichtes des staatlichen Gesundheitsamtes und des Kreisjugendamtes. 
  Die Akte beginnt also fast mit dem womit sie beginnen muss, nämlich mit der Aufforderung des Landesjugendamtes an das zuständige Kreisjugendamt Holzminden dafür Sorge zu tragen, dass der Träger des Heimes Holzen einen Genehmigungs- und Befreiungsantrag für das Heim stellt. Dieser Antrag wird vom Vorsteher des Frauenheims vor Hildesheim tatsächlich erst am 30. Juli 1964 gestellt (Dok. 064), also 12 Jahre später (vgl. Teil 2). Immerhin wird bereits trotz großer interner Vorbehalte dem Antrag auf Befreiung vom Landesjugendamt am 10.08.1964 entsprochen (Dok. 070), jedoch unter Auflagen. Dies hat dann zur Folge, dass Pastor Isermeyer den Antrag zurückzieht und mit der Auflösung des Heimes droht (davon mehr im Teil 2). 
   
Dokument  
0.1/002-004 


3.6.1952 

Anmerkung: 

Der Absender des Berichtes ist nicht
klar zu erkennen.
Da er jedoch am
04.06.1952 in
Hannover
unterschrieben
wurde, auch der
Inhalt dies
erschließen lässt,
dürfte der Bericht
von einem Mitarbeiter des LJA abgefasst sein


Bericht über die Besichtigung des Kinderheims Lager Holzen am 3.6.52 

... 

 Das Lager Holzen ist ein Außenheim des "Frauenheims, Himmelsthür". Es liegt an der Chaussee Grünenplan-Eschershausen, 4,2 km östlich vom Dorf Holzen ... 

 Das Lager ist der ehemalige Kern ... des früheren KZ. Holzen. (Ein schlichter Ehrenfriedhof für fast 50 Opfer dieser Zeit - meist "Unbekannte" -, welche hier und da verscharrt gefunden wurden, findet sich versteckt in der tiefen Asphalt-Gruben-Schlucht jenseits der Chaussee neben dem gesprengten Großbunker der ehemaligen Munitionsfabrik ... )

 Unerträglich primitiv sind die Wasch- und Toilettenverhältnisse. Es gibt im ganzen Lager nur den einen erwähnten Waschraum, der gleichzeitig Waschküche ist und eine Anzahl (viel zu wenig) Waschschüsseln in den Schlafräumen. Die Toiletten bestehen aus 3 Holzhäuschen mit je 2 Kabinen ("Plumps-Klosetts" mit offenen Gruben darunter); je ein Häuschen für Personal, Jugendliche und Kinder.... 
 Die Verpflegung ist offensichtlich gut und reichlich. Besonders die Kinder machten einen sehr gesunden und pausbäckigen Eindruck...Im Lager befanden sich eine ganze Anzahl bettlägeriger Mädchen (1 oder sogar 2 Isolier-Schlafräume), die offensichtlich krank dorthin gekommen waren. Über die Art ihrer Erkrankungen konnte ich nichts erfahren.... 

 Kindergartenarbeit wird kaum geleistet. Angeblich sind vier ausgebildete Kindergärtnerinnen da. M.E. waren es aber nur 1 und 3 waren nur Kg.-Vorschülerinnen bzw. Anlern-Schwestern. In den Kinderheimen sind sonst außerdem hauptsächlich Poggenhagener Mädchen als Helferinnen beschäftigt. Eine Kinderheim-Helferin war ein Fürsorgezögling des Landesjugendamtes Hannover, die als Lern-Schwester in der Kinderheilanstalt wegen ihres Benehmens scheiterte. Die Personalfrage scheint ein wunder Punkt zu sein. Frau von De., die Lagerleiterin, schwieg sich trotz aller meiner Nachfragen sehr darüber aus. Ihre Haupthelferinnen sind zwei im Birkenhof ausgebildete junge Erzieherinnen, die einen vorzüglichen Eindruck machten ... 

 Das Lager war während meines Besuches von 63 Jugendlichen (Mädchen aus Poggenhagen, jetzt Loccum) und 46 Kindern bewohnt....

 Der Zugang von Jugendlichen ist z.Zt. besonders groß (täglich 5-6), weil nach der jetzigen endgültigen Sperrung des "Eisernen Vorhangs" noch größere Scharen von Jugendlichen aus der russischen Zone nach West-Berlin übertreten, die in ganz verstärktem Maße ins Bundesgebiet ausgeflogen werden. ...

 Die Kinderheime sind vom Gesundheitsamt Holzminden kürzlich zum ersten Mal besichtigt, noch nicht aber vom Jugendamt Holzminden. Dieses soll angeblich demnächst kommen wollen (etwas reichlich spät). Sein Bericht wird vom Landesjugendamt recht kritisch gelesen werden müssen. 

 An Spielmaterial für die Kinder ist so viel wie nichts vorhanden.... Auch an sonstiger systematischer Beschäftigung der Kinder konnte ich nichts entdecken, außer der Schule.... 

 Die Schulklasse ist "Außenstation" der Volksschule Dorf Holzen. Der Lehrer wohnt nicht im Lager. Die Schule hat dadurch leider alle Nachteile einer Heimschule, aber nicht ihre Vorteile. Das Lager bezahlt monatlich 145 DM Gast-Schul-Beitrag an die Dorfschule. Diese recht hohen Schulkosten (jährlich fast 50 DM pro Kind neben den Raum- und Lehrmittel-Kosten), welche aus den Pflegesätzen bestritten werden müssen, erklären wohl die offensichtlich dürftige Personal-Besetzung der Kinderheime ....

 M.E. ist der ganze Kinderheim-Betrieb in Holzen noch zu sehr vom Charakter des Frauenheimes bestimmt: rein gesundheitlich ausgerichtete Kinderheim-Arbeit und Erziehungsheim-Arbeit. Der Kern des Lagers Holzen ist, wie bereits dargestellt, der Heimbetrieb für die Poggenhagener Mädchen (16 - 20 Jährige). Die 3 Kinderheime liegen am Rande dieses Betriebes. Die etwas laute unmusische Betriebsamkeit der Jugendlichen mit ihrem starken Wechsel bestimmt den Ton des Gesamt-Lagers in einer für die Kinderheime zwar noch nicht gerade ganz untragbaren aber doch auch nur noch gerade eben tragbaren Weise. In der derzeitigen Situation kann man dem gerade eben noch ohne unmittelbare pädagogische Bedenken zusehen. In Zukunft werden wir aber doch ganz starke pädagogische Bedenken anmelden müssen, denn die Entwicklung des Lagers und seiner Kinderheime wird zwangsläufig dahingehen müssen, dass das Frauenheim in immer stärkerem Maße die unehelichen Kinder, welche aus dem rein gesundheitlich ausgerichteten Säuglingsheim in Himmelsthür mit Vollendung des 2. Lebensjahres herauswachsen, nach Holzen verlegt werden muß. Diese Kinder werden in ganz besonderem Maße eine echte Kindergarten-Atmosphäre brauchen, um endlich einmal pädagogisch und seelisch zu ihrem Recht zu kommen. Vorläufig tragen die Kinderheime in Holzen dafür noch viel zu sehr den Charakter einer Kinderbewahrungsangstalt. Es wird nicht leicht sein, die Leitung des Frauenheims davon in richtiger Weise zu überzeugen. ... 

   
Dokument 
007 - 008 

30.06.1952 

KJA Holzminden 
an  
LJA Hannover

Das Begleitschreiben ist vom 30.06.1952, dem ein Besichtigungsvermerk des Kreisjugendamtes über das Heim sowie ein Vermerk des Staatl. Gesundheitsamtes Holzminden beigefügt ist.

Der eigene Besichtigungsvermerk ist überwiegend dem Schreiben des Gesundheitsamtes (folgendes Dokument) verkürzt entnommen.

Hier wird als Tag der Eröffnung September 1950 für Jugendliche und Mai 1951 für Kinder genannt. 

   
Dokument  
0.2/009-010 


26.06.1952 

Staatl. Gesundheitsamt des Kreises Holzminden
Aktz. K I

an 

Landesjugendamt Hannover



Betr: Kindererholungsheim des Frauenheimes Himmelsthür in Holzen 
Holzen: Rübezahl-Lager

... 
 Es ist zur Zeit belegt mit Mädchen zwischen 15 - 25 Jahren und mit Kindern, Knaben und Mädchen von 2 - 14 Jahren. 

Die Mädchen kommen alle vom Lager Poggenhagen, bleiben 6 Wochen hier und werden dann zum Arbeitseinsatz vermittelt.. 

... Die Belegung beträgt z.Zt. 52 Mädchen über 15 Jahren und 44 Kinder von 2 - 14 Jahren. 


 Das Lager besteht aus 7 Baracken, die zu beiden Seiten der Landstraße liegen. Es ist nicht gegen die Umgebung abgezäunt. Die Bauten sind ziemlich niedrige Betonbaracken mit schräger Decke. Der Fußboden der Räume liegt zu ebener Erde, Unterkellerung ist nicht vorhanden. Da die Eingänge sehr niedrig liegen, kann infolge der Geländeunebenheiten bei starkem Regen leicht Wasser bis in die Räume gelangen. Man sieht in allen Baracken sowohl aufsteigende als auch Deckenfeuchtigkeit. Die Bauten sind für den jetzigen Zweck ziemlich primitiv hergerichtet, sie wirken jedenfalls in keiner Weise wohnlich oder freundlich. Der Fußbodenbelag besteht aus Asphaltplatten. Die Ausstattung ist teilweise sehr unterschiedlich und von überall zusammengeholt. Wegen der Feuchtigkeit und der primitiven Ausstattung ist die Sauberhaltung erschwert...Etwas abseits liegt die Waschbaracke und direkt an der Straße der Schulraum. Dieser Raum ist für dauernde Schulzwecke viel zu klein, zu niedrig und zu dunkel.... 

 In der Mitte des Lagers ist eine offene Zapfstelle. Eine weitere Zapfstelle ist in der Küche und in der Waschbaracke vorhanden. Abseits hinter den Baracken sind an verschiedenen Stellen des Geländes eine Anzahl Trockenaborte errichtet. Diese Abortanlagen sind sehr primitiv, vor allem nachts wegen der abseitigen Lage für die Kinder nicht erreichbar. .... 

 Zusammenfassend ist über dieses Lager zu sagen, daß die Unterbringung und Einrichtung primitiv, teilweise sogar unzureichend und unhygienisch ist. Zu beanstanden sind der bauliche Zustand, die unzureichende Ausstattung, die unhygienischen Abortverhältnisse und die Beschulung der Kinder in einem unzureichenden, kleinen Raum. 

 Der Amtsarzt i.V. 

Unterschrift 
 Medizinalrat

   
Dokument  
0.3/011 
10.08.1952 
LJA Han.: int. Vermerk über ein Gespräch mit
Pastor Isermeyer

Die Anlage von Spültoiletten in Holzen ist nicht möglich, weil es Trinkwasserversorgungsgebiet der umliegenden Dörfer und von Eschershausen ist und deshalb dort keine Spültoiletten angelegt werden dürfen. Ebenso soll in Holzen nunmehr sofort ein neuer Waschraum angelegt werden. 
   
Dokument  
0.4/008 


30.06.1952 

Landkreis Holzminden,
 Kreisjugendamt

an das 

Landesjugendamt (LJA)
 Hannover



   
... 

Gesamteindruck: 

Abgesehen von den primitiven baulichen Verhältnissen hat man den Eindruck eines gut geführten Heimes. Zwischen Erzieherinnen und jugendlichen Mädchen einerseits und Kindern andererseits besteht ein harmonisches Verhältnis. ... 

Nach der Erholungszeit (durchweg 6 - 12 Wochen) werden die Mädchen durch das Arbeitsamt Poggenhagen in Arbeitsstellen vermittelt. Die Vermittlung erfolgt fast ausschließlich nach Rheinland-Westfalen..
Die Kinder verbleiben im Heim, bis die Mütter oder sonstigen Angehörigen sie zu sich nehmen können. 

Besucht am 19.06.52 

Unterschrift, Fürsorgerin
 

   
  Immer wieder wird in Schreiben des Kreisjugendamtes Holzminden die geballte Inkompetenz deutlich, sollten hier wirklich sogenannte fachliche Aussagen festgehalten worden sein. Der Eindruck eines gut geführten Heimes konnte nur entstehen, wenn eine extrem oberflächliche Überprüfung stattgefunden hat. Eher muss also hier unterstellt werden, dass die Verhältnisse in Rübezahl vom Kreisjugendamt Holzminden - aus welchen Gründen auch immer - in der damaligen Zeit gedeckt wurden, mit katastrophalen Folgen für die dort lebenden Kinder. 
   
Dokument 
019 

19.01.1953 

KJA Holzminden 

an 

LJA Han.


 Aus einem Schreiben des Kreisjugendamtes vom 19.01.1953 an das Landesjugendamt geht hervor, dass im Heim nur noch 5 Kinder unter 6 Jahren untergebracht sein sollen und daher die Heimschule aufgelöst worden ist. Somit gehen von da an die Kinder nach Holzen in die Schule. 

Was zwischen den Zeilen gelesen werden muss ist, dass damit eine Baracke frei wird, die mit Kindern belegt werden kann und damit notwendiges Geld reinbringt. Selbst wenn der Heimlehrer bei der Inneren Mission angestellt war, ist sein Gehalt eine sog. Durchlauffinanzierung, die den Träger nichts kostet aber auch nichts bringt.


   
Dokument 
020 


09.03.1953 

Landesjugendamt: 

Vermerk über ein Gespräch mit Pastor Lenthe und Pastor Isermeyer vom 11.02.1953


Dass Pastor Isermeyer die Ausweitung seines sozialen Imperiums eher von einer geschäftlich-administrativen Seite heraus betrachtet als vom Geist der Nächstenliebe geleitet, wird im folgenden Dokument deutlich:


Betr.: Kinderheime des Frauenheimes. Holzen


 Pastor Isermeyer zeigte uns die Baracke...Sie muß aber, ehe sie als Kinderheim in Betrieb genommen werden kann, ganz gründlich ausgebessert, in der Inneneinteilung verbessert und vollständig renoviert werden. Pastor Isermeyer bezeichnete das selbst als notwendig und versprach... (Ich habe inzwischen das Kreisjugendamt auf diese neue Planung aufmerksam gemacht. Es will hier noch mehr aufpassen und unerbittlich sein, als es schon in so fachlich guter Weise beim Säuglings- und Kleinkinderheim des Frauenheimes war). 

... 

Die aus diesem Heim herausgewachsenen Kinder sollen in den "Jungborn", der neuen großen Planung Pastor Isermeyers kommen ... 

Der "Jungborn" liegt auf städtischem Gelände. Hier wird also das Städt. Jugendamt Hildesheim die Hauptverantwortung zu tragen haben ... 

Pastor Isermeyer führte und durch die verschiedenen Zimmer und erklärte uns, wie "eng" sie belegt werden könnten. 


Das Kinderheim auf den Bocksberg soll zu Gunsten dieses Projekts ganz aufgegeben werden und schon sehr bald (Pastor Isermeyer braucht es mit seinen guten Arbeitseinsatzmöglichkeiten offensichtlich dringend für die Westertimker Mädchen anstelle des Johanneser Kurhauses).  

Hoffentlich fallen dieser Dringlichkeit nicht die für die Schaffung eines einigermaßen richtigen Kinderheimes unbedingt notwendigen gewissen inneren Umgestaltungs- und gründlichen Renovierungsarbeiten zum Opfer? - 

gez.
   
Dokumente 
024 / 028



   
Wieder ist es das LJA was bei KJA am 17.06.1953 nachfragt, ob der Sanitärbereich saniert ist, wie viele Kinder in Holzen leben, wie viel sozialpädagogische Fachkräfte dort arbeiten. Die Kernfrage lautet:

Bestehen dortseits noch Bedenken irgendwelcher Art, für die Führung des Kinderheimes die Genehmigung zu erteilen und die Befreiung von den Bestimmungen des Pflegekinderschutzes auszusprechen?

   
Dokument  
0.5 / 029-030 


22. Juli 1953 

interner Vermerk des
LJA



   
Betr.: Kinderheim Holzen

 Auf einer Privatreise besuchte ich am 26.05.53 das Mädchenlager Holzen…, um festzustellen, ob inzwischen wenigsten ein Teil der bei meinem vorjährigen Besuch festgestellten und mit der Leitung des Frauenheimes entsprechend besprochenen Probleme gelöst ist, nachdem das zuständige Kreisjugendamt Holzminden in der Sache immer noch so viel wie nichts unternommen hat.
 Ich stelle fest, daß immer noch 20 nicht schulpflichtige normale Kinder und 18 schwachsinnige Kinder in Holzen sind. Die normalen Kinder leben in der Baracke jenseits der Straße. Sie machten mir in jeder Beziehung einen noch viel dürftigeren und unzureichenderen Eindruck als bei meinem vorjährigen Besuch. Entweder diese Kinder bleiben dort und dann muß das notdürftige Provisorium endlich entscheidend verbessert werden oder sie müssen nun endlich bald auch nach Jungborn verlegt werden. Es ist ein Unding, dass das Frauenheim diese Baracke mit Kindern belegt behält, nur weil dort wegen der Lage unmittelbar an der Straße Westerntimker Mädchen nicht untergebracht werden können und weil durch diese Belegung mit Kindern verhindert werden soll, dass der Kreis die Baracke für Wohnzwecke beschlagnahmt. Das Ganze ist wieder einmal ein Beweis dafür, wie durch das jahrelange Versagen eines Jugendamtes den gesetzlich unserer Verantwortung anvertrauten Kinder entscheidender Schaden geschieht.
 Die 18 Lindenhof-Kinder, fast alle verblödet und verkrüppelt, sind in dem Raum in der ersten Baracke (von der Straße her gerechnet) untergebracht, der früher als Schulraum diente (die Schule ist aus Kostengründen aufgegeben und die Schulkinder in die Pesta überführt). Hier war der Eindruck noch erschreckender. Die Kinder litten in ihrer Hilflosigkeit furchtbar unter der Hitze und der Fliegenplage.
 M.E. hält es gutes Pflegepersonal bei dieser Arbeit und in dieser abgelegenen Lage … niemals lange aus. Ich habe ganz große Bedenken, ob diese Kinder hier auf längere Sicht pflegerisch und ärztlich auch nur einigermaßen ausreichend versorgt werden. Ich habe inzwischen die Leitung des Frauenheimes noch einmal ganz besonders um die Verlegung der Lindenhof-Kinder gebeten.
 Im Mädchenlager war endlich eine Wasch-, Bade- und Toilettenanlage im Bau. Angeblich soll sie auch den Kindern zugutekommen. Das ist aber der Sachlage nach (Umfang, Raumeinteilung) eine völlige Unmöglichkeit …
 Eventuelle Berichte des Frauenheimes oder des Kreisjugendamtes sind im Hinblick hierauf besonders kritisch zu betrachten. Es geht nicht, dass das Frauenheim meine vorjährigen Beanstandungen auf diese Weise umgeht….
Nun ist schon wieder 1 ¼ Jahr vergangen und es liegt immer noch kein ausreichender Bericht des zuständigen Jugendamtes vor. Das Jugendamt ist so wenig in Holzen gewesen, dass es die Einzel- Belegungsgenehmigung auf keinen Fall mit gutem Gewissen gegeben haben kann. Hat es sie überhaupt gegeben?
   
Dokument  
031 - 032 


08.09.1953 

Landkreis Holzminden 
Kreisjugendamt

an 

Landesjugendamt


 …
 Die 16 schwachsinnigen und körperbehinderten Kinder sollen endgültig am 3. Sept. ds. Js. nach Himmelsthür zurückverlegt werden.
 In der Kinderbaracke werden z.Zt. 15 gesunde Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren betreut. Davon sind 2 schulpflichtige Kinder, die die Volksschule in Holzen besuchen. Es sind fast ausschließlich Kinder aus der Ostzone, deren Mütter oder Eltern in Nordrhein-Westfalen in einem Arbeitsverhältnis stehen.
 …
 Die Leitung der Kinderabteilung liegt in Händen der Vollschwester Edith Sei., geb. 21.05.1925 zu Dresden. Sie wurde im Krankenhaus Friedrichstadt ausgebildet, wo sie auch ihr staatl. Examen als Krankenpflegerin ablegte. Seit dem 3.7.53 ist sie in Holzen tätig. Ihr zur Seite steht die am 18.04.35 … geborene Helferin Olga G, die seit 15.2.52 in Himmelsthür und ab März 53 in Holzen arbeitet….
Es bestehen diesseits keine Bedenken, der Heimleitung die Genehmigung und die Befreiung von den Bestimmungen des Pflegekinderschutzes gem. § 29 RJWG zu erteilen.

Der Oberkreisdirektor
   
Dokument 0,6 
033 - 034 


29.08.53 

   

Staatl. Gesundheitsamt
des Kreises 
Holzminden
AZ: L V / -

   

an 

Landesjugendamt
Hannover



Betr.: Mädchenerholungsheim Holzen 

Am 29.08.53 erfolgte eine amtsärztliche Besichtigung des Mädchenerholungsheimes Holzen, ... 

Bei der Besichtigung der Schlafräume musste festgestellt werden, daß die Belegung im allgemeinen zu dicht ist, die Betten stehen infolgedessen nicht einzeln, sondern zu je 2 und 2 zusammen. Da die Räume alle nur eine Höhe von etwa 2,5 m aufweisen, muss auch bei der Überbelegung der Luftraum pro untergebrachtem Mädchen in den Schlafräumen als zu gering betrachtet werden.... 

In den Kinderabteilungen stehen die Betten einzeln mit etwas 40 cm Abstand. 

Die Betreuung der Kinder geschieht bei den gesunden Kindern durch eine Vollschwester (Anmerkung des Verfassers: Es handelte sich um Edith Sei., * 1925, ausgebildet im Krankenhaus Friedrichstadt, seit Juli 1953 in Holzen tätig... 

In den Kinderabteilungen stehen die Betten einzeln mit etwas 40 cm. Abstand. 

Die Betreuung der Kinder geschieht bei den gesunden Kindern durch eine Vollschwester. 

Die Betreuung der schwachsinnigen Kinder, die vorübergehend in dem Lager untergebracht sind, erfolgt durch eine Pflegerin, die jedoch kein Geisteskrankenpflegeexamen abgelegt hat. 

Daneben stehen in beiden Kinderabteilungen ausreichend Hilfskräfte aus dem Mädchenlager zur Verfügung. 

Die Abortanlagen für die Kinderhäuser sind in einem eigenen kleinen Bau untergebracht, es handelt sich um einfache Sitzlatrinen mit Sammelgrube. 

Auf Grund des Besichtigungsergebnisses muss gefordert werden: 
... 
Es muss eine Auflockerung in der Belegung des Lagers erfolgen, damit in den Schlafräumen der aus hygienischen Gründen notwendige Zwischenraum zwischen den einzelnen Betten eingehalten werden kann. 
... 
Frei umherliegende Abfallreste sind zu beseitigen, um eine Verrattung des Lagers zu verhindern. 
Auch für die Kinderbaracken scheint die Schaffung neuer Abortanlagen notwendig 


Der Amtsarzt
   
Dokument 0,7  

17.09.1953 

Landesjugendamt
in Hannover 
an 
Kreisjugendamt Holzminden



 ... 

Wir können über den Antrag betr. Genehmigung des Heimes und seine Befreiung von den Bestimmungen des Pflegekinderschutzes nicht entscheiden, bevor die Beanstandungen des Gesundheitsamtes hinsichtlich der Verbesserung der Abflußleitung und der Beseitigung des Abfalls behoben sind. Ferner muß die Betreuung der gesunden Kinder in die Hand einer Kindergärtnerin und nicht einer Krankenschwester gelegt werden. Wir bitten, den Träger der Einrichtung davon in Kenntnis zu setzen. Über das vom Frauenheim Veranlasste erbitten wir (unleserlich, Anmerkung) Bericht, um dann erneut zu dem Antrage Stellung nehmen zu können.


   
Dokument 0,8 

04.02.1954 

Kreisjugendamt
Holzminden
an 
Landesjugendamt
Hannover


... 

Zu dem 2. Punkt erwähnt der Heimvorsteher, daß die Auflockerung der Belegung in den Schlafräumen inzwischen erfolgt ist. 

Für den Abfall ist inzwischen eine Müllgrube gebaut worden. 

Die Schaffung einer neuen Abortanlage für die Kinderbaracken ist von der Heimleitung vorgesehen, scheitert jedoch im Augenblick an den erheblichen finanziellen Kosten. 

... 

Zu der Frage der Einstellung einer Kindergärtnerin schreibt Herr Pastor Isermeyer wie folgt: 

"In Hinsicht der Vollschwester Edith Sei. bitte ich, insofern eine Ausnahmegenehmigung erteilen zu wollen, da Schwester Edith Sei. ihr eigenes Kind mit betreut, und ich eine Verlegung Schwester Ediths mit ihrem Kinde im Rahmen unserer Heimgruppe sonst nicht durchführen kann. Ich darf vertraulich mitteilen ... 

Ich habe die Volksschullehrerin, Frl. Sch., die mit im Haushaltskursus Holzen eingesetzt ist, mit der Oberaufsicht der Kinder beauftragt." 


U.E. würde eine staatliche geprüfte Kindergärtnerin in der dem Mädchenheim angeschlossenen kleinen Kinderabteilung mit z.Z. 13 vorschulpflichtigen Kindern nicht ausgefüllt sein. Bei dem Mangel derartiger Kräfte wird sich eine erfahrene Kindergärtnerin mit mehrjähriger Praxis auch nicht für diesen Posten in den immerhin bescheiden, schlichten Barackenverhältnissen bereitfinden, dagegen scheint mir die Stelle für eine jüngere Kraft oder für eine Anfängerin zu isoliert gelegen. 

Ich möchte zu diesem Punkt vorschlagen, es bei der bisherigen Regelung zu belassen. 

... 

Der Oberkreisdirektor

   
  Wieder einmal versucht hier das Kreisjugendamt Holzminden die berechtigte Initiative des Landesjugendamtes mit fadenscheiniger Argumentation auszubremsen. 
   
Dokument 0,9 

02.09.55 
Landesjugendamt 
in Hannover
an 
Herrn Vorsteher des 
Frauenheims



... 

Nachdem der Herr Niedersächsische Kultusminister mit Erlass vom 5.7.55 entschieden hat, dass nach dem nicht aufgehobenen Erlass des Niedersächsischen Ministers für Volksgesundheit und Wohlfahrt vom 12.12.46 (AZ. 71 III) das Landesjugendamt für die Befreiungen von den Pflegeschutzbestimmungen zuständig ist, bitten wir um Bericht über die Unterbringung und personelle Besetzung der beiden Kinderheime.

   
   Mit diesem Schreiben ist die Zuständigkeit geklärt: Die Heimaufsicht liegt beim Landesjugendamt Hannover. 

Jetzt passiert aber etwas merkwürdiges: Die Akte des Landesjugendamtes ruht bis zum Jahr 1961.  

Am 14.10.1961 gibt es einen handschriftlichen Vermerk:


   
Dokument 
041 


14.10.61 

Interner Vermerk des 
Landesjugendamtes



Betr: Kinderheim Holzen 28/2J
Kinderabt. Lindenhof 27/2 K 

   

 Herrn T. 

 mit der bitte um Entscheidung vorgelegt 

   

 Sollen für diese beiden Heime, deren Träger das Frauenheim vor Hildesheim ist, auch über die zuständigen Jugendämter Besichtigungsberichte angefordert werden? Seit 1955 haben diese Akten geruht?


 
   

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Suche Mädels die 1959 und1960ihre Kinder in Himmelsthür im Heim zur Welt gebracht haben. Christine aus Nürnberg Jutta aus Berlin und andere Gruss Renate
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B
1959 wurde ich 16jährig schwanger nach himmelsthür in das Heim von Pastor Isemermeier verbracht. Es war die Hölle! Wir wurden bis zum Tag der Geburt mit Arbeiten beauftragt die Heute als Sklaverei<br /> gelten. Z.B. Musste ich im 8.Monat mit einem Küchenmesser aus dem Kopfsteinpflaster Gras auszupfen. Pastor Isermeier stellte sich hinter mich, sofort musste ich hochschwanger aufstehen und Grüßen,<br /> es. War entwürdigend noch heute mit 70jahren Träume ich davon
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